Donnerstag, 2. August 2007

Tag 4 ... noch 740 km



Tagesstrecke: 50 km Rastpunkt: Denzlingen

Denzlingen ist eine Gemeinde in Südbaden, dem Südwesten des Landes Baden-Württemberg etwa 10 km nördlich von Freiburg im Breisgau. Denzlingen liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zu Füßen der Schwarzwaldhänge zwischen der Elz im Norden der Gemarkung und der Glotter, die den Ort im Süden durchquert. Nach Osten erstreckt sich von hier aus das Glottertal, das sich weit in die Rheinebene hinein öffnet. Richtung Nordosten erreicht man das Elztal und nach wenigen Kilometern die Stadt Waldkirch. Auf dem Weg nach Norden gelangt man bald zu den westlichsten Ausläufern des Schwarzwaldes und über das Tennenbacher Tal nach Freiamt. Von Nordwest bis Südwest öffnet sich die Ebene und gibt den Blick auf den Kaiserstuhl frei und bei klarer Sicht auf die etwa 50 km entfernten Vogesen auf der französischen Seite der oberrheinischen Ebene.

Geschichtliches:
Namensgeber des bereits zu römischer Zeit besiedelten Denzlingens war der alemannische Stammesfürst Denzilo, der sich im 5. Jahrhundert bei Denzlingen niederließ. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahr 984. Das mittelalterliche Denzlingen bestand aus zwei getrennten Ansiedlungen. Nieder- und Oberdorf, beide an der Glotter gelegen, erstreckten sich entlang des alten Weges, der von Riegel am Kaiserstuhl ins Glottertal führte. Sie wuchsen im Lauf der Zeit zu einem langgestreckten Straßendorf zusammen, was dem Ort auch den Beinamen „Langendenzlingen“ bescherte. In der Folge entwickelte sich ein Straßendorf, das im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört wurde. Die Schlacht zwischen den kaiserlichen und schwedischen Truppen bei Denzlingen ist im abenteuerlichen Simplicissimus von Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen beschrieben. Seit dem 19. Jahrhundert erfuhr Denzlingen ein dramatisches Wachstum, insbesondere nach dem Anschluss an das badische Eisenbahnnetz 1845.

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