
Tagesstrecke: 32 km Rastpunkt: Rouffach
Rouffach (deutsch: Rufach) ist eine französische Gemeinde im Elsass, Département Haut-Rhin. Der Ort gehört zum Arrondissement Guebwiller und ist Hauptort des Kantons Rouffach. Rouffach liegt an der elsässischen Weinstraße. Jährlich findet in der Stadt eine Öko- und Bio-Messe statt, bei der es hauptsächlich um Brot, Wein und Käse geht. Rouffach liegt an dem Flüsschen Lauch, 15 km südlich von Colmar und 28 km nördlich von Mülhausen, an den Weinbergen der östlichen Ausläufer der Vogesen. Die wichtigsten überörtlichen Verkehrswege sind die N83 (Lyon–Straßburg) und die Bahnlinie Straßburg–Mülhausen–Basel. Die wahrscheinliche Namensdeutung der Stadt geht auf die Zeit der Römer zurück, die sie Rubeaquum (rotes Wasser) nennen, wegen einer eisenhaltigen Quelle, die dem Wasser diese Farbe gibt. Die Stadt wird später im 5. Jahrhundert ein Wohnsitz der merowingischen Könige. Im 7. Jahrhundert soll der Legende nach der Sohn von König Dagobert II. die Stadt dem Erzbischof von Straßburg übergeben haben, nachdem ihn dieser vom Tode wiedererweckt haben soll. Sie wird schließlich Hauptort eines bischöflichen Lehens, zu dem auch Eguisheim gehört. Die Stadt entwickelt sich rasch und wird mit einer Mauer versehen. Das goldene Zeitalter endet abrupt mit dem dreißigjährigen Krieg, als der Ort von den Schweden verwüstet wird. Am Ende des Krieges und mit der Eroberung des Elsass durch Frankreich wird das Lehen abgeschafft. Die Stadt kommt wieder zu Wohlstand, hauptsächlich durch Weinbau und weil sie während der folgenden Kriege verschont bleibt.
Geschichtliches:
Während der Zeit des Nationalsozialismus war in einer ehemaligen Pflegeanstalt der Stadt eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NPEA – volkstümlich Napola) untergebracht (ab Oktober 1940).
Die Abbildung zeigt den Hexenturm Rouffach, dieser diente im 13. bis 15. Jahrhundert als Gefängnis
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